Wie es begann…

Eigentlich begann alles im schönen Oderbruch in einer rustikalen Kate bei einem traulichen Beisammensein einiger gutgelaunter Menschen, die mehr oder weniger verträumt auf die ebenfalls relaxten Schafe auf der angrenzenden Wiese schauten, eben zurück vom Windmühlenspaziergang – die Menschen, nicht die Wollis…
In einem Kissen strampelte vergnügt ein dickes, gesundes Kind, der englische Tee dampfte – da kam DIE Idee!

Lieber Leser, entschuldige aaaber – ganz so romantisch war es nicht…

Die Menschen waren Kollegen einer Kinder- und Jugendeinrichtung, der Oderbruchaufenthalt beileibe kein Seele baumeln lassen, sondern Klausurtagung, der Tee, Kaffee und die Idee kamen viel später.

Es gab in diesem besagten Haus, FEZ genannt, seit Jahren in schöner Beständigkeit ein Wochenende mit Kinderbuchfigurenthema – Pippi und Rüdiger, Heidi und Ottokar, Atreju und Eiskönigin…
Nun sollte es, dem Trend der Zeit folgend, was MODERNES, was IN ist, sein (wie wäre es mal mit Pokemon – Originalzitat Berndt G.).
Meine Wenigkeit, bekannt für seinen Langmut, ha – wer kichert da?!, protestierte aufs energischste, Pokemon als Literatur zu bezeichnen und ich sollte es machen – Nö!
So wurde mir eine knappe Woche Zeit gelassen, was Neues zu finden.

Na toll. In dieser Situation gefangen entsann ich mich halbdunkel, von einem neuen Kinderbuch gehört zu haben, so ein Bestseller mit Magie. Bestseller ist ja nicht gerade DIE Empfehlung, aber Zauberei lieben ja alle.

Also ran ans Buch – kurz gesagt es wurde ne lange Nacht und mein neuer Vorschlag. leicht war, und unter uns gesagt, ist es immer noch nicht, dieses Thema allen schmackhaft zu machen. So im FEZ….
Das erste Wochenende! trug den Titel „Die magische Welt des Harry P.“. Die Zaunfahne mit der Harry-Potter-Schrift, rot auf schwarz, war erstmal schon nach drei Tagen geklaut.
Das Wochenende war leicht chaotisch… (bei Silke? kaum vorstellbar ;) – die Tippse) …viel mehr Besucher als erwartet, Harry-Potter-Fanclub-Gründer mit Buchpreisen, ein zartes, rothaariges Etwas als McGonagall, ihre etwas ältere Schwester als Prof. Dumbledore mit ständig rutschendem Bart, eine Nervensäge mit Strubbelhaar und kraftvollen Zähnen als Hermine. Boahhh! Aber so erfolgreich, dass es, wieder mit Holger und Chaos-Silke (verstehe den Namen immer noch nicht – die junge Frau, die das hier für mich abtippt, versteht das aber voll und ganz – liebe Silke, ich erklär dir das bei Gelegenheit beim Kaffee) und endlich ein Sponsor – Wohnungsbaugenossenschaft mit eigenem Quiz. Egal. Sie waren begeistert und uns ihre Knete willkommen. „Rettet Hogwarts“ mit schwarz-goldenen Ballons als Hauptdekoration, Plakaten, super Darstellern, Unterricht, Zaubereieieien auf der Bühne, Filme, Winkelgasse, fliegendes Quidditch im Foyer. Mann, Mann, Mann…

Es kam zu einem unglaublichen Vorfall. Gegen 15.30 Uhr sonntags waren so viele Besucher da, dass wir bei allen Magiern flehten, sie mögen zum Film wollen, sonst hätten wir wegen Überfüllung schließen müssen….
Nun kam, trotz Murren und Meckern, keiner mehr am Thema vorbei.
Schließlich, in den Winterferien, trat ein gewisser Herr Salamander so echt als der genial schwarzmagisch-miese Mister Malfoy auf, dass er es einfach war!
So sollte es also, wegen Aufwand und vielleicht auch Erfolg (?), ein neues Winterferienthema werden, aber mit Olaf Stein an meiner Seite. Oh nee, der penible Kollege mit offensichtlicher, fast Abneigung zu nennender, Unwissenheit bezüglich Harry Potter?

Inzwischen, wisst ihr ja, ist er vom „Stein des Anstoßes“ (Offtext Spieltrupp) zu Mister Filch, Prof. Filch, Rex-Assistent und Motor des Vorbereitens geworden.

Der Rest ist Geschichte – 10 begannen, jetzt sind wir eine Legion. Drachen über Hogwarts, Feuerfarben, Turniere, der Phönix flog, sprechende Hüte, Aurorenausbildung, Hermine ging, Hagrid kam, Molly trennte sich von Arthur und bekam ne Schwester, sowie viele neue Kinder, wurde den Tagespropheten los und bekam ihn zurück. Das ÖMF (öffentlich-magische-Fernsehen) mauserte sich zur Institution, Auror Moody gründete mit Andromeda Tonks ne Familie, eine McGonni wie sie perfekter und kreativer nicht sein kann, eröffnete Schuljahr um Schuljahr, verschiedene Potter, Quidditch wandelte sich, Zaubersteine, Prüfungen, Konzerte, kurze Nächte, Feuer und Labyrinthe, die Winkelgasse zog um, Merlingäste und Hogwartsexpress, Klospuk Myrrthe….
Eine Eule verwandelte sich in eine Doppelagentin, Sybill Trelawney in Dobby und zurück, Ratten kamen ins koreanische Fernsehen, der Ball rauschte stets, Filme im, unter, neben Wasser entstanden, Sirius starb, seine Tochter kam. Es wurde gestritten, geliebt, gelästert, gezeugt, verleumdet und vergöttert, Figuren entschwanden oder endeten im Irrsinn.

Aaaber! Ich sollte ja nur vom Beginn berichten. Hab ich nun. Andere wissen mehr und Spannenderes. Wird es nun ein Ende geben? In (m)einer Kristallkugel steht: Jedes Ende ist ein Anfang.

Eure Eule Oratia Sybill

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