Magische Olympiade im Zauberschloss

Winter 2009

 

  • Unter uns heißt diese Veranstaltung schon seit 2-3 Jahren „no-potter-project“, kurz: npp. Weil wir seit geraumer Zeit keinen Potter-Darsteller haben und auch keinen suchen.
  • Seit wir diese Literatur als Grundlage für eine beim Publikum sehr begehrte Veranstaltung dieses Hauses nehmen – erfinden wir viele Figuren, viele Geschehnisse und bereichern die literarische Basis mit der realen Welt der Spieler und Besucherkinder, zu der auch unser soziales wie politisches Umfeld gehören.
  • So war die drohende Schließung und der Verkauf der Zauberschule im vorletzten Jahr dramaturgisches Leitthema – im letzten Jahr thematisierten wir Chaos, Lehrermangel, Reichtum und Macht versus Ohnmacht?…. und stärkten so das Erkennen von Handlungsmöglichkeiten der gesamten Schülerschaft. Außerdem schufen wir so die sanften Übergänge zu npp.
  • In diesem Jahr nun: Olympia. Die Durchführung der Spiele ist gefährdet, Missgunst, Verdächtigungen, Bestechung, Doping. Das „kleine Volk“ (die Kinderdarsteller) greift ein und erinnert alle Beteiligten an die ursprüngliche Idee von Olympia… Die Spiele finden statt – der Wettstreit nimmt seinen Lauf.
  • Unser pädagogischer Ansatz ist ganz einfach der, dass wir mit der Faszination die das Magische, Mystische und Fantastische hat, kreativ und modern umgehen. Und das mit dem kulturellen Medium Theater – eine Begründung dafür erspare ich mir hier. Ein ausführliches pädagogisches Konzept liegt der Geschäftsführung und den Bereichsleitern seit Oktober 2006 vor.
  • Die Spieler sind 66 Protagonisten im Alter von 6 bis 53 Jahren. Kinder (das kleine magische Volk), Jugendliche und Erwachsene. Insgesamt kamen im laufe des letzten Jahres 21 neue Spieler ins Team. Sie werden 9 Tage lang das FEZ verwandeln und wieder über 10.000 Besucher in den Bann der aufregenden Geschehnisse rings um das FEZ-Zauberschloss ziehen.
  • Die Story ist, wie schon in den letzen 2 Jahren, völlig frei erfunden. Durch die eigene Fortschreibung (wir hatten die Geschichte schon vor der Autorin beendet) sind neben den beliebten und bekannten Romanhelden Figuren im Spiel, die aus Märchen und anderen Fantasiegeschichten – sowie auch aus Kinderbüchern - stammen, und nun im Zauberschloss agieren.
  • Mit Hilfe von einigen Mitarbeitern des Hauses werden in der sinnlichsten und fantasievollsten Schule die es gibt, 29 Unterrichtsfächer der besonderen Art angeboten. Die Lehrerinnen und Lehrer sind ehemalige Eventkinder – nun erwachsener geworden -, Freaks, Jugendliche, die über andere kreative Einrichtungen Berlins auf uns aufmerksam wurden sowie Eltern von FEZ–Kindern… Für dieses Jahr wurden insgesamt 11 neue Fächer kreiert.
  • Da auch wir mit Mitteln und Kräften gut haushalten müssen, hat sich die gesamte Vorbereitung auf diesen Event für die Protagonisten auf 3 Workshops zusammen geschoben, wovon sie den ersten selbst finanziert haben, um mit der Arbeit zu einem sinnvollen Zeitpunkt beginnen zu können.
  • Das Casting hatte nicht den Sinn, Bewerber auszusortieren, sondern eine für alle optimale Beteiligung herauszufinden – den Ideen und Handlungen SpielRaum und damit Gelegenheit zu geben.
  • In den Trainings werden mit Theaterspielen und –übungen Fähigkeiten vermittelt, welche die Protagonisten für die Gestaltung dieses Mega-Events stärken.
  • Organisatorische Aufgaben, kreative Aufgaben, strukturelle Aufgaben – in diesem Jahr war es umfassend so, dass die zur Vorbereitung des Events notwendigen Arbeitsgruppen und Short-Teams (zur Erledigung kleinerer Aufgaben) komplett aus dem Team entstanden sind und von Teammitgliedern geführt wurden (außer die, die in der Zuständigkeit der Projektleiter liegen).
    Ob Kleinrequisiten, Großrequisiten, Unterrichtsmittel, Kompositionen, Choreografien, Filmproduktionen, Kostüme und Accessoires… - traditionell wird vom Team ein großer Teil selbst hergestellt und finanziert.
  • Die Protagonisten mit der größten Erfahrung und / oder Reife sind auch innerhalb des Spiels strukturell maßgebend; sie sind Vertrauensschüler, Schülersprecher oder in den Kompetenzteams der einzelnen Häuser der Zauberschule - und agieren in ihrer Rolle als Assistenten der Spielleitung. So war/ist es möglich, aktuelle Spielentwicklungen, die sich durch das Mittun der Besucherkinder ergeben, zu fördern.
  • „Meine Söhne wollen noch träumen – und ihr schafft ihnen den Raum dafür.“ – schrieb mir ein Vater.
    Dieser Satz hat mich tief berührt, denn Aussagen von kreativen Menschen häufen sich, dass selbst Kinder zunehmend die Fähigkeit zum Träumen verloren haben. Dabei sind es die Träume, die Vorstellungskraft – die Fantasie -, die den Quell für die Kreativität bilden.
  • Wir leben in einer Zeit der Fakten und Zahlen – der messbaren Ergebnisse. Umso erstaunlicher ist es, dass dieses Projekt nach wie vor mit Mitteln ausgestattet wird und im FEZ durchgeführt werden kann. Dafür sei den Pro-Entscheidern im Haus gedankt – vor allem den beiden Projektleitern Jörg Schröder und Olaf Stein.
  • In der Szene der Events für Kinder, Jugendliche und Familien stellt npp mindestens deutschlandweit einen absoluten und „unverzichtbaren Ausnahmecharakter“ dar, da es sich mit den großen Themen des Lebens in einer nachvollziehbaren, spannenden und fantasievollen Art befasst.
    Was die Anerkennung dieser Arbeit bzw. des Sujets anbetrifft, so sind wir allesamt guter Dinge – denn schließlich wird Lindgren mit Langstrumpf noch heute – 60 Jahre nach Erscheinen – kontrovers diskutiert und hat es dennoch geschafft, sich in der pädagogischen Welt der Bundesrepublik zwischen brauchbar bis wertvoll zu etablieren.
  • Nähere Informationen zum Event – zu den Unterrichten, zum Verlauf, zu den Darstellern… Texte für Eltern und andere Kinderbegleiter etc. sind auf der Event-Homepage www.derphoenixorden.de zu finden.
    Die AG Homepage wird von einem der  Erwachsenen aus dem Spielerkreis betreut, wie auch eine Spende für das Catering der Kinder- und Jugenddarsteller aus dem Kreis der Erwachsenen kam.


Mit freundlichen Grüßen ins neue Jahr!!!

Saskia Thomas
Protagonistencoach.

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... da gab es jede Menge zu lachen. Einige Darsteller, die von Anfang an dabei waren, werden hier versuchen ein wenig davon zusammen zu tragen.


Zwei Tage als Prof. Dumbledore

Ohne jegliche Erfahrungen wurden meine Schwester und ich als zwei der bekanntesten Figuren der Potter Romane auf die Bühne gestellt.Als Prof. Dumbledore und Prof.McGonagall hat man es nicht immer leicht, besonders wenn man nicht weiß wie man sich zu benehmen hat.

Oft wurde ich als Weihnachtsmann bezeichnet und mein Bart ( da war er noch vorhanden) wurde mir herunter gezogen .

Natürlich hatten wir auch besonders viel Spaß zu dritt, Harry Hermine Gonni und ich.

Dave gab damals noch den Prof. Snape, in dieser Rolle ziemlich ernst zunehme, und wir dachten machen uns doch mal einen Spaß mit ihm.

Ich marschierte, als Prof.Dumbledore mit Bart, zu Dave herüber, er hatte mich irgendwie beleidigt, und schüttete ihm einen seiner eigenen Zaubertränke über seine Sachen.

Natürlich war dies keine feine Aktion doch uns hat es damals ziemlich den tag versüßt, er war aber auch gemein.

Am Ende vom Sonntag wurde er verhaftet und von Norbert bewacht, warum weiß ich leider nicht mehr, weil er Snape war ?

Wir verschafften uns eine wilde Verfolgungsjagd durchs ganze Haus mit ihm.

Ja das waren noch Zeiten


Alles Snape oder was ????

Meine nächste Geschichte dreht sich zwar nicht direkt um das Potterevent aber auch um Potter.

Wir schreiben das Jahr 2001, Oktober 2001. Wir wurden zu einem Harry Potter Quiz von Silke eingeladen, die Vorfreude war groß besonders weil Sarah und ich uns auf das Wiedersehen mit Jane und Lisa freuten. Doch so weit sollte es gar nicht kommen, uns wurde nur gesagt wir sollten auf einer Bühne (wir dachten eine normale Foyer Bühne) ein Potter Quiz mit den Kids durchführen. Leichter gesagt als getan. Die Bühne war am Ende der große Saal und die beiden Leute mit denen wir zusammen arbeiten sollten kannten wir nicht.

Da standen wir also hinter der Bühne und spuckten uns gerade gegenseitig über die Schultern. Ich hatte gehofft als Prof. Dumbledore wieder auftreten zu können weil ich schon einige“Erfahrungen” in dieser Rolle gesammelt hatte, jedoch kam alles anders.

Silke kam auf die glorreiche Idee alles wie ein Häuserkampf auf zu bauen, das hieß jeder von uns musste ein Haus übernehmen. Sarah nahm natürlich Prof. Mc Gonagall und die Anderen machten blitzschnell Hufflepuff und Ravenclaw unter einander klar. Das einzige was übrig blieb war Slytherin, ( ich verabscheute Slytherin besonders...) um genau zu sein Snape.

Zum Glück hatte ich das Hörbuch vom dritten Buch zu Hause und konnte mich somit irgendwie daran orientieren, Rufus Beck spricht Snape einsame Klasse.

Mit dieser Rollenverteilung zogen wir es durch. Die Kinder wurden den einzelnen Häusern zu geordnet und die Fragen wurden von uns dem Hauslehrern gestellt.

Fazit: Ich verlor Haus hoch, seit dem verabscheue ich Slytherin noch viel mehr.


 

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Wie es begann…

Eigentlich begann alles im schönen Oderbruch in einer rustikalen Kate bei einem traulichen Beisammensein einiger gutgelaunter Menschen, die mehr oder weniger verträumt auf die ebenfalls relaxten Schafe auf der angrenzenden Wiese schauten, eben zurück vom Windmühlenspaziergang – die Menschen, nicht die Wollis…
In einem Kissen strampelte vergnügt ein dickes, gesundes Kind, der englische Tee dampfte – da kam DIE Idee!

Lieber Leser, entschuldige aaaber – ganz so romantisch war es nicht…

Die Menschen waren Kollegen einer Kinder- und Jugendeinrichtung, der Oderbruchaufenthalt beileibe kein Seele baumeln lassen, sondern Klausurtagung, der Tee, Kaffee und die Idee kamen viel später.

Es gab in diesem besagten Haus, FEZ genannt, seit Jahren in schöner Beständigkeit ein Wochenende mit Kinderbuchfigurenthema – Pippi und Rüdiger, Heidi und Ottokar, Atreju und Eiskönigin…
Nun sollte es, dem Trend der Zeit folgend, was MODERNES, was IN ist, sein (wie wäre es mal mit Pokemon – Originalzitat Berndt G.).
Meine Wenigkeit, bekannt für seinen Langmut, ha – wer kichert da?!, protestierte aufs energischste, Pokemon als Literatur zu bezeichnen und ich sollte es machen – Nö!
So wurde mir eine knappe Woche Zeit gelassen, was Neues zu finden.

Na toll. In dieser Situation gefangen entsann ich mich halbdunkel, von einem neuen Kinderbuch gehört zu haben, so ein Bestseller mit Magie. Bestseller ist ja nicht gerade DIE Empfehlung, aber Zauberei lieben ja alle.

Also ran ans Buch – kurz gesagt es wurde ne lange Nacht und mein neuer Vorschlag. leicht war, und unter uns gesagt, ist es immer noch nicht, dieses Thema allen schmackhaft zu machen. So im FEZ….
Das erste Wochenende! trug den Titel „Die magische Welt des Harry P.“. Die Zaunfahne mit der Harry-Potter-Schrift, rot auf schwarz, war erstmal schon nach drei Tagen geklaut.
Das Wochenende war leicht chaotisch… (bei Silke? kaum vorstellbar ;) – die Tippse) …viel mehr Besucher als erwartet, Harry-Potter-Fanclub-Gründer mit Buchpreisen, ein zartes, rothaariges Etwas als McGonagall, ihre etwas ältere Schwester als Prof. Dumbledore mit ständig rutschendem Bart, eine Nervensäge mit Strubbelhaar und kraftvollen Zähnen als Hermine. Boahhh! Aber so erfolgreich, dass es, wieder mit Holger und Chaos-Silke (verstehe den Namen immer noch nicht – die junge Frau, die das hier für mich abtippt, versteht das aber voll und ganz – liebe Silke, ich erklär dir das bei Gelegenheit beim Kaffee) und endlich ein Sponsor – Wohnungsbaugenossenschaft mit eigenem Quiz. Egal. Sie waren begeistert und uns ihre Knete willkommen. „Rettet Hogwarts“ mit schwarz-goldenen Ballons als Hauptdekoration, Plakaten, super Darstellern, Unterricht, Zaubereieieien auf der Bühne, Filme, Winkelgasse, fliegendes Quidditch im Foyer. Mann, Mann, Mann…

Es kam zu einem unglaublichen Vorfall. Gegen 15.30 Uhr sonntags waren so viele Besucher da, dass wir bei allen Magiern flehten, sie mögen zum Film wollen, sonst hätten wir wegen Überfüllung schließen müssen….
Nun kam, trotz Murren und Meckern, keiner mehr am Thema vorbei.
Schließlich, in den Winterferien, trat ein gewisser Herr Salamander so echt als der genial schwarzmagisch-miese Mister Malfoy auf, dass er es einfach war!
So sollte es also, wegen Aufwand und vielleicht auch Erfolg (?), ein neues Winterferienthema werden, aber mit Olaf Stein an meiner Seite. Oh nee, der penible Kollege mit offensichtlicher, fast Abneigung zu nennender, Unwissenheit bezüglich Harry Potter?

Inzwischen, wisst ihr ja, ist er vom „Stein des Anstoßes“ (Offtext Spieltrupp) zu Mister Filch, Prof. Filch, Rex-Assistent und Motor des Vorbereitens geworden.

Der Rest ist Geschichte – 10 begannen, jetzt sind wir eine Legion. Drachen über Hogwarts, Feuerfarben, Turniere, der Phönix flog, sprechende Hüte, Aurorenausbildung, Hermine ging, Hagrid kam, Molly trennte sich von Arthur und bekam ne Schwester, sowie viele neue Kinder, wurde den Tagespropheten los und bekam ihn zurück. Das ÖMF (öffentlich-magische-Fernsehen) mauserte sich zur Institution, Auror Moody gründete mit Andromeda Tonks ne Familie, eine McGonni wie sie perfekter und kreativer nicht sein kann, eröffnete Schuljahr um Schuljahr, verschiedene Potter, Quidditch wandelte sich, Zaubersteine, Prüfungen, Konzerte, kurze Nächte, Feuer und Labyrinthe, die Winkelgasse zog um, Merlingäste und Hogwartsexpress, Klospuk Myrrthe….
Eine Eule verwandelte sich in eine Doppelagentin, Sybill Trelawney in Dobby und zurück, Ratten kamen ins koreanische Fernsehen, der Ball rauschte stets, Filme im, unter, neben Wasser entstanden, Sirius starb, seine Tochter kam. Es wurde gestritten, geliebt, gelästert, gezeugt, verleumdet und vergöttert, Figuren entschwanden oder endeten im Irrsinn.

Aaaber! Ich sollte ja nur vom Beginn berichten. Hab ich nun. Andere wissen mehr und Spannenderes. Wird es nun ein Ende geben? In (m)einer Kristallkugel steht: Jedes Ende ist ein Anfang.

Eure Eule Oratia Sybill

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Von Saskia Thomas (März 06)

So lautet die fette Headline der Rückseite des „Berliner Kuriers“ vom 03. März 2006. Zwischen „BH nur ausgestopft?“ und der nackten „Ina aus Iserlohn“, die heiße Öfen mag, steckt der kurvenreiche Artikel (kurvenreich, weil er an Ina vorbei muss) und plaudert über die Warnungen des Vatikans vor dem Satanismus.

Pater Gabriele Amorth, 80 Jahre jung, oberster Exorzist der katholischen Kirche und offizieller Vertreter des Vatikans, meint, dass das Lesen der Potter-Geschichten auf direktem Wege zum Satanismus führe.

„Man fängt mit Harry Potter an, der als netter Zauberer daherkommt, aber am Ende landet man bei Satan. (…) Wenn ein junges Kind Harry Potter liest, dann wird es von Magie angezogen – und von da ist es nur ein kleiner Schritt zum Teufel.“

(Das sagt jemand, dessen Leben dem Glauben an Jesus gewidmet ist, der ja immerhin das Mirakel vollbracht hat, Wasser in Wein zu verwandeln.)

Papst Benedikt XVI (ehemals Joseph Kardinal Ratzinger) meint: Die Geschichten seien voll von „Verführungen, die den christlichen Glauben in der Seele verzerren.“

Aha.

Dieses Zitat hab ich schon einmal anders gelesen. Nämlich im Focus (Nov. 2003/48). Dort schrieb man, der Herr Ratzinger verdamme die Potter-Geschichten als „subtile Verführungen, die unmerklich das Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt recht wachsen“ könne.

Aha.

(Eigentlich egal, wie getreu die Presse Zitate formuliert, die Botschaft ist klar: Ich fahre also demnächst zur Hölle.

Denn das in meiner Seele nicht recht gewachsene Christentum ist, seit ich die Bücher gelesen habe, nun endgültig zersetzt. Das erschreckt mich nicht weiter, denn die Hölle ist, wenn es sie gibt, ein warmer Ort und ich friere oft sehr. Was aber wäre, wenn das Christentum in mir recht gewachsen wäre? Hätte ich dann Angst vor der Hölle?

Hat eigentlich Jesus jemals etwas über die Schrecknisse der Hölle gesagt?)

Als geradezu zutiefst christlich wertet der Herr Lamprecht von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens die Grundmotive der Potter-Bücher. Wie Harrys Mutter sich dem Bösen in den Weg stellt und ihr Leben für ihr Kind opfert, sei eine „mitreißende Umschreibung der christlichen Heilslehre“.

Gegen eine solche Liebe sei auch der Inbegriff des Bösen (Voldemort) machtlos. Die Parallelität zu Jesus, der „aus Liebe zu den Menschen sich selbst in den Tod gegeben hat“, sei „frappierend“.

Außerdem vermittle Rowling, dass Freundschaft wichtiger sei, als schulische Leistung und dass die Ordungsregeln jeder Institution nur die niederrangigen Regeln sind, gegenüber den Prinzipien der Menschlichkeit. Und dass sie relativiert werden müssen, um einer persönlichen Verantwortung Raum zu geben.

(Oh, Ha! Das ist selbstverständlich zu viel für die Hierarchie der katholischen Kirche… wahrscheinlich für die Liebhaber von Hierarchien überhaupt.

Vielleicht liegt aber auch gerade hierin einer der Gründe für den Erfolg des Buches?)

Soweit also die Kirchenmänner.

Nun die Pädagogen:

Reinhard Franzke aus Hannover: Er meint, die Horrorszenen in den Büchern vergewaltigen die jungen Seelen. Die Bücher erzeugen Depressionen und verminderten die Lern- und Leistungsfähigkeit in der Schule.

Der Münchner Uni-Theologe und Dozent Mark Achilles meint, dass die bei Potter entfachte Magie nichts mit dämonischen Kräften zu tun habe. Zauberei sei hier nur eine Technik, eine erlernbare Sache… ein letztes Mittel, um sich gegen bösartige Attacken zu wehren. Auch von verherrlichter Gewalt könne keine Rede sein.

Und was sagen die Märchenerzähler und –forscher und die Kinderbuchautoren?

Siegrid Früh (eine Märchenerzählerin aus Baden Württemberg) meint, dass es wichtig sei, dass Geschichten für Kinder zeigen, dass es „irgendwo immer eine Lösung gibt“. Außerdem durchlebten Kinder zwischen 10 und 12 Jahren häufig eine mythologische Phase, während dieser Zeit suchten sie „Übersinnliches“. Lassen Eltern das nicht zu, kann es passieren, dass die Kinder später okkulten Sekten verfallen.

Ein Frederik Hetmann, der im Focus-Artikel als Märchenexperte bezeichnet wird, meint: Die Eltern sollten die Kinder mit den Gefühlen, die diese Geschichten auslösen, nicht alleine lassen und dem Kind auch zeigen, dass Magie keine Alltagsprobleme löst.

Die meisten Kinderbuchexperten gehen davon aus, dass Kinder das Böse hören und lesen wollen. Negative Erlebnisse sind Bestandteile ihres Alltags, mit denen sich Kinder auseinandersetzen müssen. Literatur habe daher den Auftrag zu zeigen, wie der Mensch seinen Weg zwischen Gut und Böse findet.

Hetmann meint denn auch: Die Bücher zeigen, dass das Leben voller Hindernisse ist, die man mit Mut packen muss.

(Das ist traditionell auch in vielen Märchen so: die Heldin / der Held wird am Beginn der Geschichte aus allen Wolken gerissen durch eine kleine oder große Katastrophe. Sie / er muss durch viel Unwegsames, Schlimmes, Unbekanntes und Gefahrvolles gehen, um dann den Lohn für all diese Mühen davon tragen zu können.)

Und noch einmal Lamprecht, weil er es ganz einfach auf den Punkt bringt:

Übertriebene Furcht vor Potter sei „fehl am Platz. Man erwartet ja auch nicht, dass das Kind, dass sich zum Fasching als Indianer verkleidet, fortan sein Leben dem Großen Manitu widmet.“

___________

So kontrovers geht es zu.

Das ist der Kontext, in dem sich unser Event befindet.

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Noch mal Saskia Thomas (vom Januar 2006)

Mittlerweile als Phänomen bezeichnet, glauben viele Leute nicht mehr daran, dass Band 7 wirklich der Letzte sein soll…

Andere spekulieren darüber, wer wohl der Frau Rowling seit Band 2 all die Texte schreibt, oder woher sie ihre Anregungen / Anleihen genommen hat und ob ihr das Buch / die komplexer gewordene Geschichte nicht aus der Hand geraten sei.

Oder, ob es denn wirklich wahr sei, dass sie viele Millionen Pfund für wohltätige Zwecke spendet. Wieder andere wühlen mit Akribie in ihrer Lebensgeschichte herum und mutmaßen über ihre rach- und geldsüchtige Psyche. Sie bemerken entrüstet, dass Frau Rowling über alle Rechte und Verfügungen an ihrem Werk selbst verfügt und ausschließlich nur mit ihrer Genehmigung davon etwas be-/genutzt werden darf (Was in der Branche unüblich ist.).

Die Filmdarstellerin der Hermine bekommt von christlichen Priestern aus aller Welt zur Bekehrung ihrer Seele Bibeln geschickt, andere predigen öffentlich für oder wider Potter. Heerscharen von Journalisten machen sich deutend und rezensierend über das Thema her und nicht zu vergessen: die Pseudo- und Wissenschaftler in wissenschaftlichen Untersuchungen und Verlautbarungen. Und hopp: gleich wird man öffentlich bekannt und von vielen gehört oder gelesen.

Am 17.01.2006 hielt Prof. Dr. h. c. mult. Klaus Gerhard Saur aus München in der Stadtbibliothek zu Berlin einen Vortrag zum Thema. Das Ergebnis:

Potter ist schon eine Marke.

Diese Marke ist unbezahlbar geworden – man schätzt ihren Wert auf 3,5 Mrd. Dollar. Damit ist sie im Bereich von Nivea, Duden, Brockhaus und Persil. Doch im Unterschied zu denen, hat sie in nur 9 Jahren 300 Millionen Umsatz im Jahr erreicht.

(Der amerikanische Scholastic-Verlag druckte für seine Erstauflage von Band 6 10,8 Millionen Exemplare, von denen innerhalb der ersten 24 Stunden rund 6,9 Millionen Exemplare verkauft worden sind.

In Großbritannien sollen dreizehn Exemplare pro Sekunde über den Ladentisch gegangen sein.)

Weltweit wurden bisher 270 Millionen Exemplare in 62 Sprachen verkauft. Und es gibt nur ein Buch (auch eine Marke übrigens), dass diese Marke übertrifft: die Bibel.

Viele, viele Wirtschaftszweige leben mit Potter besser, als ohne. Druckereien, der Buchhandel, Juristen, Bibliotheken, die Medien, Hörbuchverlage … manche Branchen verzeichnen mit der Erscheinung von Potter bis zu 10 % Wirtschaftszuwachs.

Es ist so, dass der Carlsen-Verlag keine Kosten für Werbung ausgeben muss. Alles machen die Nutznießer gerne selber.

Aber warum wollen so viele Leute den Potter lesen?

Saur konstatiert einen Trend, der seit ca. 20 Jahren zu beobachten sei. Ein Trend zum Träumen, zum Unrealen, zum Unwirklichen – eine Art Flucht aus der, als unwirtlich, nicht schön und bedrohlich empfundenen, Realität.

(Aha. Nun ja, so neu ist das ja nicht. Diese Erklärung gibt es schon lange für das den Erklärern Unverständliche.)

Es gehört zu dem Phänomen Potter, dass der Erfolg des Buches am Markt in allen Ländern, in denen es verlegt wird, in etwa gleich hoch ist – ca. 10 – 12 %. Das ist ungewöhnlich, da sonst in aller Regel aus mentalitäts-, glaubens- und ethischen Gründen bestimmte Themen in einem Land Furore auslösen und in einem anderen nicht.

Auch sei wohl zu verzeichnen, dass die Menge der Verkäufe sich nicht wesentlich steigert. Die Gruppe der „Potterianer“ bleibt in etwa gleich groß, wenn auch nicht dieselbe.

Man muss Potter als einen Riesenbeitrag zur Leseförderung bezeichnen (das ging ihm nicht so leicht über die Lippen), weil man davon ausgeht, dass ca. 50% der Leser, die Potter lesen, vorher noch nie ein Buch gelesen haben. Man geht weiterhin davon aus, dass diese jungen Leser danach auch in die Welt von Tolkin oder in die von Sophie einsteigen werden…

(Wieso er den Herrn der Ringe und Sophies Welt in einem Atemzug nannte, erschließt sich mir nun wieder nicht.)

Der Run auf die englische Ausgabe in Deutschland war so enorm hoch (Bestsellerliste Platz 1), dass man auch auf sprachlich gebildete Leserschaft in Mengen schließen muss (sicherlich in unterschiedlichen Graduierungen), die mit Wörterbuch und außer Atem die ersten sein wollten, die um den weiteren Verlauf der Geschichte wissen.

(Ganz zu schweigen von den liebevollen Ausflügen ins Latein, ohne die man nicht auf den Grund der Namen und Zaubersprüche gelangt.)

Sein Fazit:

Man kann nur staunen. Erklären kann man es nicht.

Doch dann gab er selbst noch einen entscheidenden Hinweis. Potter ist ein Identifikationsthema – ähnlich dem Fußball.

Und das heißt ganz einfach:

Millionen Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, und die man nicht einfach so in die Ecke der Wahnsinnigen, Satanisten, Schwachen und Hilfebedürftigen stecken kann, erfreuen sich an etwas, dass ihnen Thrill, Spannung, Freude und Energie verleiht.

Sie kennen und haben EINE gemeinsame Geschichte! Bei weitem sehen nicht alle in Potter einen neuen Messias, dafür kapiert der zu langsam.

Viele andere Figuren, die nach und nach eine Geschichte/Biografie bekamen, sind Idole und ja, auch Identifikationsfiguren, oder Figuren der Sehnsucht (Vater, Geliebte/ Geliebter, Freundin - Ich meine, wer kennt das nicht aus seinem eigenen Leben als Leser?).

Die Pottergemeinde versteht sich. Sie teilen Vorlieben und Abneigungen, haben ihre Stars und Skandale, denken über Gut und Böse nach, erfahren Wandlungen in den Charakteren, erleben Siege und Niederlagen… usw.

Bei Fußballern – ja, na gut…

Aber bei Magiern, Feen, Trollen, Elfen… ?

In unserem Land sind ja nur Hexen und Zauberer und ein paar Riesen in den Märchen als böse und hässliche Wesen von der magischen Welt der alten Völker übrig geblieben. Und jeder von ihnen ausgeübte Zauber ist dem zur folge ein Schadzauber. Gut und böse sind in den Geschichten (zumindest in denen, die die Grimms aufgeschrieben haben) klar mit eindeutigen Attributen belegt.

Nur mal als Anregung zum Nachdenken:

Wer fand die Hexe in Hänsel und Gretel cool? Wie begeistert war man doch dagegen von der bösen Schneekönigin!

Warum?

Und überhaupt: im echten Leben gibt es keine Zauberei. Und nur Spinner, wie New-Age-Leute, die ganze Eso-Szene oder die neuen Hexen glauben an Magie.

Man sagt dazu in der Moderne gering schätzend „Eskapismus“ und meint damit Flucht vor der Realität und sieht darin Gefahren.

Außerdem gibt es für alles eine vernünftige Erklärung. Und basta. Alles andere ist Aberglaube…

Nur mal als Anregung zum Nachdenken:

Kann es nicht sein, dass mit der „Entzauberung“ der Welt einherging, dass den Menschen auch die für das Leben und Überleben sehr wichtige Phantasiewelt arg beschädigt wurde? Und die Leute sich nun der neuen Phantasiegeschichten bedienen?

Und also nur das tun, was die Menschen schon immer getan haben?

Mal ganz abgesehen davon, dass Frau Rowling in ihren Büchern ziemlich exakt gesellschaftliche Zustände der so genannten zivilisierten Welt abbildet: Ungerechtigkeiten, globale Gefahren, begründete und unbegründete Hoffnungen, Chancen, Machtspiele und -kämpfe etc.

Ich bin gespannt, was ihr wohl zur Lösung der Konflikte einfällt. Ihr Stoff ist ja so immens angewachsen, dass es mir fast unmöglich scheint, ihn zu „beenden“.

Eigentlich muss sie ja was aufschreiben und damit vollbringen, was noch niemand geschafft hat, nämlich: eine Lösung zu finden für den Frieden in der Zaubererwelt und darüber hinaus für den friedlichen Kontakt mit der realen Welt der Menschen.

 

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Inhaltliche Informationen für Eltern, Lehrer, Erzieher und andere Kinderbegleiter

Ein Beitrag für eine Diskussion von Saskia Thomas. (November 2005)

Das gibt es in meinem Leben nicht mehr oft, dass ich mich mit einem Massenphänomen auseinandersetze. Oft sag ich, wie wohl die meisten, nur leidenschaftslos >versteh ich nicht< oder >die spinnen ja, die… < usw.… Doch nun: Harry Potter. Und er scheidet die Geister. Und das ist gut so. Das ist Stoff, sozusagen.

Ich habe bisher 3 der 6 Bücher gelesen und die Filme gesehen (vor allem weil ich die Ausstattung mag). Bin also kein ausgemachter Fan. Was mich aber an Potter interessiert, und warum ich mit diesem Stoff arbeite, kommt jetzt:

Harry Potters Geschichte ist die Geschichte von Gut und Böse, von Macht und Ohnmacht, von Zuversicht und Vertrauen versus Misstrauen. Damit steht Frau Rowling ganz brav in der Tradition großer Mythen - von den Griechen und ihren Heldengeschichten bis zu den Christen und der Bibel. (Selbst was die „Monster“ angeht.)

Dass sich in letzter Zeit die Institution katholische Kirche gegen die Bücher positioniert, kommt m. E. nicht von ungefähr: bringt Frau Rowling doch im Band 5 die Inquisition ins Spiel, in Form einer äußerst unangenehmen Person, die mit unangemessener Machtfülle ausgestattet schaltet und waltet – und eine große Nähe hat, zu den verabscheuungswürdigen brutalen Inquisitoren in der Kirchengeschichte, aber auch zu bornierten Funktionären.

Die großen Themen der Potter-Bücher laufen natürlich in Konflikten ab. Auch das ist in der Kunst - zumindest in der Literatur bzw. im Theater – eine unumgängliche Methode, um die Antipoden für die dramatische Handlung zu erschaffen. Das Theater kommt nicht ohne diese Konflikte aus - von Aischylos bis Brecht („Lernen kann man nicht nur an Gutem“). Und sogar Punch & Judy, Hanswurst und Kasper sowie die Produktionen der heutigen Theaterpädagogen brauchen den Konflikt.

Das Rollenspiel ist wahrscheinlich eine der ältesten Spielformen, die es gibt. Das Spiel ist dem Menschen immanent und so kam es ganz natürlich im Erlernen des Lebens der vorangehenden Generationen dazu, die Personen bzw. Handlungen (wie Jagd, Streit, Versöhnung, Liebe, Kampf etc.) nachzuspielen. Das Rollenspiel ist die „Probe“ von tatsächlichen Verhältnissen bzw. von verschiedensten Aspekten des Seins.

Natürlich ist es einfacher, die Konflikte einfach auszublenden.

Zum Beispiel kann man kann sagen, nein, ein Spiel mit Ländern will ich nicht, weil Länder Grenzen haben und Grenzen sind so etwas Unangenehmes… (die Meinung eines Pädagogen zu SpieloFEZien) – aber sie sind die Realitäten! Kreativität für den Alltag – lebendiges Lernen – muss m. E. mit dem umgehen, was da ist und dazu Alternativen entwickeln.

Der Potter-Stoff besteht aus Verhältnissen, die real existieren. Ungerechte Lehrer, desinteressierte Eltern, Arm & Reich, Neid & Häme, Träume von Überkräften, Sehnsucht nach Anerkennung, Konkurrenz, Rassismus, Spießertum, Tapferkeit, echte Freundschaft, Erwachsene, die wirklich an einem interessiert sind, Bedrohung einer heilen Welt, Liebe, großer und kleiner Mut, sich positionieren müssen, Wettkämpfe, Irrtümer… etc.

Die Vorbereitungen zum Potter-Rollenspiel-Event befassen sich mit dem Stoff aus den Büchern insofern, dass sie die Personen und Teile aus der Gesamthandlung, die in einem Event spielbar sind, übernehmen – sie sind bekannt und eingeführt, wie die eines alten Märchens.

Dabei achten wir darauf, dass die Verhältnisse zwischen positiven und negativen Kräften ausgewogen sind und der Konflikt – so spannend er auch auf allen Ebenen dargestellt sein mag – einen Sieg für die positive Seite bringt. Aber eben keinen EINFACHEN.

Denn so ist das Leben nicht.

Immer wird den Kindern Gelegenheit gegeben, zu diesem Sieg beitragen zu können. Keineswegs leichtfertig stricken wir ein Szenario, das möglichst beeindruckend ist (im Sinne von mittendrin sein) und auch die positiven Kräfte der Kinder erfordert – ihnen somit zeigt, wie sinnvoll es ist, sie einzusetzen.

(Ich möchte hier nicht weiter auf zwei Tatsachen eingehen, die eigentlich jeder weiß, sie nur kurz erwähnen:

1. die meisten Kinder lieben es mit der „Unterwelt – der „dunklen“ Seite“ in Berührung zu kommen bzw. spielerisch umzugehen und 2. sie lieben es, wenn das Gute siegt und sie dazu beitragen konnten.)

An dem Potter-Projekt im FEZ arbeiten mittlerweile über 40 Leute unterschiedlichster Herkunft und Ausbildung, unterschiedlichsten Charakters und Alters, die alle freiwillig zum Gelingen des Events beitragen.

Wir erarbeiten gemeinsam die Dramaturgie für die Hauptszenen der Tage, wir erarbeiten über ein halbes Jahr hinweg gemeinsam Haltungen und Szenarien. Die Protagonisten erhalten Theater-Trainings. Kein Honorar. (Auch nicht für die Trainer.) Die meisten Requisiten und fast alle Kostüme werden von den Beteiligten selbst hergestellt bzw. bezahlt. Auch das, so deucht mich, ist eine nicht ganz alltägliche Kraft, die der Stoff anscheinend in sich birgt.

In diesem Jahr wird es auch um Geheimbünde gehen (ebenfalls paritätisch aufgeteilt) – orientiert an der Handlung im 5. Buch. Diese Geheimbünde werden Pläne schmieden, was sonst. Die Darstellung wird so öffentlich sein, dass die Kinder wie in der Rolle eines Lesers sind, also mehr wissen, als die Darsteller (wie auch im ungefährlichen Kaspertheater).

Meines Erachtens kann auch das kein Stein des Anstoßes sein, da Bünde und Banden eigentlich zum Kinderleben gehören. Man tut sich zusammen, um etwas zu erreichen oder auch nur zu besprechen, dass innerhalb der ANGESAGTEN ORDNUNG (scheinbar) nicht möglich ist.

Ich schreibe das, da ich hörte, dass der Sinn dieses Events und damit seine Durchführbarkeit angezweifelt werden und das mit nichts weiter als mit einem ungewissen Unbehagen begründet wird, das in dem Satz mündet, man habe genug von den schwarzen Gestalten…

Solch eine „Kritik“, die wie Zensur daher kommt und sich keine Mühe gibt, habe ich wahrlich schon oft genug in meinem Leben gehört (von Kulturfunktionären der DDR).

Und so stelle ich diese Gedanken zur Diskussion, denn das ist das einzige, was ich von meiner Position aus machen kann, um eine Diskussion heraus zu fordern, die es m.E. geben sollte. Also: Vivat die Diskussion! Vivat die Fragen! Die sachliche Auseinandersetzung! Lasst uns reden.

Saskia Thomas (alias Prof. MCGonagall)
u. a. Kulturwissenschaftlerin

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